03.03.20 Vortrag: Auf den Spuren der Steinkohle (Stuttgart)

Dienstag / 3. März 2020 / 19.00 Uhr Welthaus / Globales Klassenzimmer erreichbar über Aufgang A im Innenhof Charlottenplatz 17 / 70173 Stuttgart

Deutschland steigt aus der Kohle aus – nach dem Kompromiss der Kohlekommission jedoch deutlich zu langsam für das völkerrechtlich vereinbarte Ziel die Erderwärmung deutlich unter 2°C zu halten. „Wirtschaftlichkeit“ und „Sozialverträglichkeit“ seien der Grund, warum der Ausstieg nicht schneller gemacht wird. Aber warum ist Steinkohle günstig und wird sie sozialverträglich abgebaut?

Kolumbien gehört neben Russland, den USA und Südafrika und zu den wichtigsten Steinkohle-Lieferanten für Deutschland. Die lokale Bevölkerung in den Abbaugebieten leidet unter immensen Menschenrechtsverletzungen sowie der Umweltverschmutzung. Der Landverbrauch des kolumbianischen Kohletagebaus ist immens. Die Gesamtkonzessionsfläche des Unternehmens Cerrejón im kolumbianischen La Guajira beträgt 69.000 Hektar und ist damit 3-mal größer als die Stuttgarter Stadtfläche. Betroffen ist besonders die indigene Gemeinschaft der Wayúu.

David Gomez, selbst aus Kolumbien wird die Situation in den Abbaugebieten in Kolumbien und Russland darstellen. Auch auf den Abbau in den USA und Südafrika soll eingegangen werden. Anschließend wird Amany von Oehsen von den bisher sehr erfolgreichen Aktivitäten der Initiative “Heidelberg kohlefrei“ zum Ausstieg aus fossilen Energien in Heidelberg berichten.